Die Christrose in der Martinslegende

Christrose

Auf die vielfältigen Deutungsmöglichkeiten der Christrose hinsichtlich der Weihnachtszeit ist in den vorangegangenen Artikeln mehrfach hingewiesen worden. Daher sei an dieser Stelle die etwas in Vergessenheit geratene Begebenheit aus der Legendenvita des Hl. Martins erwähnt:

Als sich der Heilige Martin während seines Exils auf die Insel Gallinaria bei Genua zurückzog, lebte er asketisch nur von Wurzeln, die ihm die Natur bot. Versehentlich verzehrte er die giftigen Helleboruswurzeln. Durch die Kraft des Gebetes konnte er die Vergiftungserscheinungen und den nahenden Tod bannen. Diese Legende ist mehrfach im frühen Christentum überliefert.1



1 Sulp. Sev. Mart. 6,5 f.; Ven. Fort. Mart. PL 88, 149,54; vgl. auch RAC “Elleborus”.



Universitätsbibliothek Regensburg, 2011